Zollpräferenzen

Das Zollverfahren für das Zollfreigebiet, angewendet auf den Territorien der innovativ-technischen Zonen, der industriellen Produktionszonen  sowie der Hafenzonen, ermöglicht eine vorteilhafte Ansiedlung der hochtechnologischen Betriebe, für deren Aufbau es oft erforderlich ist, auf das Territorium Russlands kostspielige Anlagen und Komponenten aus dem Ausland einzuführen.

Die auf das Territorium der Sonderwirtschaftszonen eingeführten ausländischen Waren (Anlagen, Rohstoffe, Komponenten, Baustoffe) werden ohne Zahlung von Importzöllen bzw. –gebühren und Steuern sowie ohne Anwendung der Maßnahmen aussertariflicher Regelung gelagert und verwendet. Für die Waren der Zollunion wird das Zollverfahren des Zollfreigebietes ohne Zahlung des Exportzolls sowie ohne Verbote und Beschränkungen angewendet.

Nach Abschluss der Zollverfahrens für das Zollfreigebiet werden die Waren, die unter Zollverfahren für das Zollfreigebiet gestellt sind, sowie die Verarbeitungsprodukte, die aus solchen Waren hergestellt worden sind, unter andere Zollprozederen gestellt, die vom Zollgesetzbuch der Zollunion bestimmt sind, je nach dem Status der Waren.

Bis zum 1. Januar 2017 bleibt die Möglichkeit, auf den Binnenmarkt der Zollunion die Verarbeitungsprodukte zu bringen, die von den bis zum 1. Januar 2012 angemeldeten Residenten der Sonderwirtschaftszonen unter Ausnutzung ausländischer Waren hergestellt sind,  welche unter das Zollverfahren für das Zollfreigebiet  gestellt worden waren, ohne Zahlung von Importzöllen bzw. –gebühren und Steuern, falls die Waren ausreichend verarbeitet worden waren.

Die Residenten sind dabei berechtigt, die Kriterien ausreichender Verarbeitung der Waren auszuwählen, zu welchen folgendes gehört:

-      Änderung der Warennummer (Zolltarifnummer) nach der Einheitlichen Warennomenklatur der Außenwirtschaftstätigkeit der Zollunion an den vier ersten Stellen;

-      Ausführung von notwendigen Bedingungen, Produktions- und Verfahrensvorgängen,  die ausreichend sind, die Ware, die unter Ausnutzung ausländischer Waren hergestellt und unter das Zollverfahren für das Zollfreigebiet  gestellt ist, für die Ware der Zollunion zu erklären;

-      Änderung des Warenwertes, wenn der Prozentanteil des Warenwertes verwendeter Materialien oder der Mehrwert einen bestimmten Fixanteil im Preis der Endproduktion (ad-valorem-Anteil) erreicht.

Im Falle der Lieferung der Waren auf das Zollgebiet der Zollunion, indem die Waren auf dem Territorium der Sonderwirtschaftszonen aus den Importkomponenten oder Importrohstoffen hergestellt sind, ist der Investor berechtigt, den Satz der Zollgebühr auszuwählen, der dabei zur Anwendung kommt, d.h. einen Satz auf Rohstoff oder auf Fertigwaren.

 

Erhebung von Zollgebühren und Steuern bei Stellung von Waren unter das Zollverfahren für das Zollfreigebiet  und nach dessen Abschluss

Für ausländische Waren:

  • Importzölle ​(Zollgebühren) — nicht zu zahlen;
  • MWSt. — nicht zu zahlen;
  • Akzisen — nicht zu zahlen.

 

Für die Waren der Zollunion:

  • Exportzölle — nicht zu zahlen;
  • MWSt. — Vergütungsanspruch;
  • Akzisen — nicht zu zahlen.